Handwerk als Zukunft - Berufsbörse am BKCR

Ausgangslage, Ziele und Zielgruppe des Projekts

Unser Ziel der Berufsbörse war es, einen Raum der Begegnung für qualifizierte und interessierte Schülerinnen und Schüler mit und ohne Fluchthintergrund sowie für interessierte Betriebe wie auch weiterer wichtiger Akteure zu schaffen. Dieses Ziel wurde mit großer Zufriedenheit erreicht.

So gelang es uns in relativ kurzer Zeit (Im Zeitraum von Dezember 2019 bis Ende Januar 2020) verschiedene Akteure für die Berufsbörse zu gewinnen. Als Kernteam beteiligten sich Lehrerinnen und Lehrer des BKCRs in Kooperation mit dem Berufskolleg Ostvest Datteln, Herr Völker als Vertreter der Handwerkskammer Münster, Mitarbeiterinnen des Jobcenters sowie der Agentur für Arbeit und der Berufsberatung Castrop-Rauxel, die Ausbildungspaten des Kreises Recklinghausen sowie die Rebeq GmbH. Zudem konnten wir den Bürgermeister Herrn Kravanja als Schirmherr gewinnen. Im Zuge zweier intensiver Treffen und weiterer, kleiner Treffen einzelner Beteiligter, wurde der Tag organisiert und vorbereitet.

 

Beschreibung/Inhalt

Als Vorbereitung für diesen Tag war geplant, gut vermittelbare Schülerinnen und Schüler intensiver auf Gespräche mit Betrieben vorzubereiten. Die Rückmeldungen einzelner Lehrkräfte bezüglich besonders qualifizierter Schülerinnen und Schüler verlief zunächst etwas langsam, letztlich konnten aber drei Gruppen unterschiedlicher gut vermittelbarer Schülerinnen und Schüler zusammengesetzt werden, die eine gezielte Vorbereitung für persönliche Gespräche am Tag der Berufsbörse erhielten. In der Planung sollte auch ein Speed- Dating für interessierte Schülerinnen und Schüler mit passenden Betrieben geschaffen werden. Da uns die Rückmeldungen jedoch hierzu zum Teil noch sehr kurzfristig erreichten, es zum Teil viele Doppelungen gab und sich auch noch sehr kurzfristig weitere Betriebe meldeten, war dies nicht mehr nach dem ursprünglichen Plan umsetzbar.

Am Tag der Berufsbörse waren 20 Betriebe vertreten. Mehrere Betriebe oder auch größere Firmen, die an dem Tag nicht präsent sein konnten, zeigten aber bereits Interesse, sich im kommenden Jahr an der Berufsbörse beteiligen zu wollen.

Die Betriebe wie auch die Vertreter unseres Kernteams etc. erhielten allesamt Stände mit Tischen, Stühlen und Material. Raum für persönliche Gespräche wurde durch die dahinterliegenden Klassenräume geschaffen, die ebenfalls vorbereitet wurden und einen ruhigen Austausch ermöglichten.

Die Berufsbörse war sehr stark besucht. Die genaue Zahl der Schülerinnen und Schüler konnte nicht mehr ganz nachgehalten werden, aber es wurden ca. 120 Schülerinnen und Schüler gezählt. Von Beginn durchliefen stetig viele interessierte Schülerinnen und Schüler die Gänge und informierten sich an den Ständen. Einzelne Schülerinnen und Schüler gaben auch an die gewünschten Betriebe direkt Bewerbungsunterlagen ab. Zum Teil wurden bereits Kontakte ausgetauscht oder mögliche Zeiten für ein Praktikum besprochen.

Den Betrieben war eine gute Möglichkeit gegeben, ihr Arbeiten und das Besondere ihres Betriebes herauszustellen. Einzelne Betriebe boten auch praktische Möglichkeiten an. Dies wurde sehr interessiert von den Schülerinnen und Schülern angenommen.

 

Die zwei Stunden Programm waren knapp, aber gut bemessen für eine erste Berufsbörse. Im Anschluss war es uns sehr wichtig, noch einmal mit den Betrieben und den Akteuren für ein kurzes Feedback zusammen zu kommen, um eine Rückmeldung bezüglich der Zufriedenheit sowie der gesammelten Eindrücke dieser Berufsbörse zu sammeln.

Hierzu kann gesagt werden, dass die Rückmeldung durchweg positiv war, seitens der Betriebe, aber auch der anderen Akteure. So wurde der Zeitrahmen als angemessen empfunden und auch der Zeitpunkt auf einen Nachmittag für die Betriebe als gut umsetzbar. Der Austausch mit uns Projektleitern sei gut und freundlich gewesen. Den Betrieben selbst hatte nach eigenen Aussagen das geplante Speed-Dating nicht gefehlt. Vielmehr wurde unsere Form der Organisation als sehr angenehm empfunden. Die Mischung aus Börse mit Infoständen und der Möglichkeit für weitere persönliche Gespräche durch die Klassenräume, wurden als sehr gut gelungen wahrgenommen. Der direkte Austausch mit den Schülerinnen und Schülern wurde ebenfalls positiv zurückgemeldet. Insbesondere seien einzelne Schülerinnen und Schüler besonders gut vorbereitet aufgetreten, wurde noch mitgeteilt. Ob dies nun genau die Schülerinnen und Schüler waren, die wir gezielter vorbereitet hatten, konnten wir leider nicht mehr nachhalten.

Darüber hinaus wurde die Anwesenheit und der Austausch mit den Mitarbeiter/innen des Jobcenters, der Agentur für Arbeit sowie der Berufsberatung als sinnvoll und hilfreich wahrgenommen. Auch das Kennenlernen des Instituts Rebeq sowie der Ausbildungspaten wurde begrüßt. Eine Mitarbeiterin des Jobcenters äußerte ebenfalls, dass hierdurch ein guter Austausch aller Parteien ermöglicht worden sei. Insgesamt waren die Betriebe wie auch die anderen Akteure sehr zufrieden mit dem Tag. Bei einer kurzen Abfrage zeigten sich alle an einer Wiederholung im kommenden Jahr interessiert.

Als weiteres „Highlight“ lobten die Betriebe das Catering seitens unseres hauseigenen Schülercafes, was für viele der Betriebe ebenfalls etwas Besonderes an unserer Berufsbörse war, was sie von anderen Börsen oder Messen nicht kannten. Hierbei konnten auch Schülerinnen und Schüler einen guten Eindruck hinterlassen bei Betriebe aus dem Service- und Restaurantbereich, woraus sich persönliche Gespräche, Praktika und Vorstellungsgespräche für einen Arbeitsvertrag ergaben.

Über Lehrkräfte oder nach Gesprächen mit einzelnen Betrieben konnten auch vor den Sommerferien bereits erste Ausbildungsverträge ausgemacht werden. Hier gelang es auch einen unserer internationalen Förderschüler einer IFK-Klasse zu vermitteln. Zudem erfolgten mehrere Praktika, die abgeleistet wurden oder aufgrund von Corona teils verschoben werden mussten. Das Ziel mit Hilfe der Berufsbörse in Ausbildung zu vermitteln, wurde somit erfüllt. Sobald die genaue Vermittlungsquote erfasst wurde, wird diese nachgetragen.

Des Weiteren kam im Zuge der Berufsbörse die Idee auf, Betriebsbesichtigungen für interessierte Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Hierzu zeigten sich mehrere Betriebe interessiert. Mit einer Firma wurde bereits eine Liste angefertigt. Aufgrund von Corona konnte die Betriebsbesichtigung dann nicht stattfinden. Diese Idee wird aber weitergeführt. Die Ausbildungsvorbereitungs-Klassen planen außerdem Betriebsbesichtigungen regelmäßig im Rahmen des Fachpraxisunterrichts durchzuführen. Die entsprechenden Kontakte dazu entstanden bei der Berufsbörse.

 

Am Ende des Tages der Berufsbörse im Januar waren alle Beteiligten sehr zufrieden und teils sogar überrascht, da wir nicht mit so einer Nachfrage gerechnet hatten seitens der Betriebe und der Ablauf nicht ganz wie ursprünglich geplant, aber sehr fließend und gelungen verlief. Wir fühlen uns ermutigt, dieses Konzept weiter zu tragen, es weiter auszubauen. Beispielsweise mit einer früheren Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler durch eine frühzeitigere Interessenaufnahme und Auseinandersetzung für und mit verschiedenen Berufen und Betrieben schon zu Beginn des Schuljahres. Hier wird unser Konzept weiter ausgeführt.

Die Berufsbörse soll im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder stattfinden.

Träger & Kooperationspartner

Lehrerinnen und Lehrer des BKCRs in Kooperation mit dem Berufskolleg Ostvest Datteln

Handwerkskammer Münster

Jobcenter

Agentur für Arbeit

Berufsberatung Castrop-Rauxel

Ausbildungspaten des Kreises Recklinghausen

Rebeq GmbH

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