Themenfelder

Bei der Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen in das Bildungssystem spielen viele Themenfelder eine zentrale Rolle. Angefangen von einheitlichen Einstufungsverfahren, über Sprachdiagnostik bis hin zur Berufsorientierung gibt es viele verschiedene Facetten, die die Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen beeinflussen.

Welche Meilensteine sind in der Bildungskette entscheidend, um den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen zu verbessern? In welchen Themenbereichen ist die eigene Kommune bereits gut aufgestellt, welche Praxisbeispiele und welche Instrumente gibt es  schon und welche Themenfelder sollten noch weiter bearbeitet und verbessert werden?

Zu Beginn des Projektes konnten bereits eine ganze Reihe übergreifender Themenfelder der Bildungskette identifiziert werden. Diese konnte als Grundlage für eine erste Bedarfsanalyse genutzt werden und sollen nun  stetig weiterentwickelt werden.

Zudem werden zukünftig die hier benannten Themen mit Inhalt und konkreten Beispielen aus den Kommunen gefüllt.

36 Themenfelder, in 4 Themengruppen

Voraussetzungen

Anerkennung von Zeugnissen

Anerkennung von Zeugnissen

Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen

Sprachstandsfeststellung

Sprachstandsfeststellung

Einstufungsverfahren

Einstufungsverfahren

Zuweisungsverfahren

Zuweisungsverfahren

Bildungsbiografien

Alphabetisierung

Alphabetisierung

Einleitung und Definitionen

Einleitung und Definitionen

Eine gewisse Anzahl neu zugewanderter Kinder ist nicht alphabetisiert. Zusätzlich zum Zweitspracherwerb stellt dies die Lehrkräfte vor eine weitere Herausforderung. Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Formen von Analphabetismus:

  • Primäre Analphabeten sind nicht zur Schule gegangen. Sie haben daher nicht lesen und schreiben gelernt und keine Lernerfahrungen sammeln können. Dies zeigt sich im Alphabetisierungsunterricht dadurch, dass sie Arbeitsweisen und Wissen im Umgang mit Büchern nicht kennen; über keine Lernstrategien verfügen und eine sehr geringe Sprachbewusstheit in der L1 aufweisen.
  • Funktionale Analphabeten haben eine Schule besucht, in der ihnen schriftsprachliche Kompetenzen vermittelt wurden. Die vorhandenen schriftsprachlichen Kompetenzen erlauben ihnen jedoch nicht, den schriftsprachlichen Anforderungen ihrer Gesellschaft gerecht zu werden. Von funktionalem Analphabetismus betroffen zu sein, hängt somit vom Grad des schriftsprachlichen Mindeststandards einer Gesellschaft ab.

  • Sekundärer Analphabetismus: Oft bedingt durch Ängste wird – trotz zunächst ausreichender schriftsprachlicher Kompetenz – das Lesen und Schreiben vermieden. Vorhandene schriftsprachliche Kenntnisse können „verlernt“ werden. Möglich ist auch, dass Menschen in einem Umfeld leben, in der die Schriftsprache kaum eine Rolle spielt. Wird daher nicht regelmäßig gelesen und geschrieben, so kann es auch in solchen Fällen zu einem „Verlernen“ kommen.

Zweitschrifterwerb

Zweitschrifterwerb

Menschen, die in einer nicht lateinischen Schrift alphabetisiert wurden, sind natürlich keine Analphabeten (siehe oben). Sie bedürfen lediglich einer Einführung in die lateinische Schrift. Auch unter Zweitschrifterwerbsteilnehmern kann funktionaler Analphabetismus vorkommen. In solchen Fällen reicht es oft nicht aus, „lediglich“ in die lateinische Schrift einzuführen.

Ausgangslage

Ausgangslage

Bochum:

Immer wieder werden neu zugewanderte Kinder und Jugendliche eingeschult, die entweder noch gar nicht oder in einer anderen Schrift alphabetisiert sind. Neben der Vermittlung der deutschen Sprache und den fortlaufenden Unterrichtsinhalten müssen diese Schüler*innen Kenntnisse in der lateinischen Schrift erwerben.

Mülheim an der Ruhr:

Das KI hat den Bedarf erkannt und Fortbildungen besucht, da Schulen nicht dazu berechtigt sind, Fortbildungen zum Thema Alphabetisierung zu besuchen.

Recklinghausen:

Neu zugewanderte Schüler*innen aus dem Kreis Recklinghausen besuchen in Recklinghausen (Internationale Orientierungsklassen (IOK) Kurfürstenwall) einen Alphabetisierungskurs/-kurse und weitere Vorbereitungskurse für die Internationalen Förderklassen der Berufskollegs. Angekommen bietet zudem zwei Alphabetisierungskurse an, um einzelne Schüler*innen gezielter zu stärken und zu fördern (IOK-Lehrer im Austausch mit Angekommen).

Übergeordnete Ziele

Übergeordnete Ziele

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, bei denen Analphabetismus festgestellt wurde, benötigen neben dem Zweitspracherwerb eine besondere Förderung, um den Anschluss an die schulischen Anforderungen zu erreichen. Die Form des Analphabetismus ist daher so früh wie möglich zu diagnostizieren. Der Erwerb der lateinischen Schrift ist mit entsprechenden Methoden zu fördern. Da das familiäre Umfeld einen großen Einfluss auf die schriftsprachliche Entwicklung des Kindes hat, werden die Eltern im Sinne einer gelungenen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft engmaschig miteinbezogen. 

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

  • Im Rahmen der sprachlichen Bildung neu zugewanderter Kita-Kinder werden die Literacy-Fähigkeiten, wie Wahrnehmung der Schrift, Kenntnis über den Aufbau von Schrift, Kennenlernen der Buch-, Erzähl-, Reim und Schriftkultur, besonders gefördert.
  • Bei neu zugewanderten Kindern wird der Alphabetisierungsgrad in der Kita bzw. in der Grundschule festgestellt.
  • Die Lehrkräfte (Grundschule, Sek I, Sek II und Berufskolleg) werden im Bereich der Alphabetisierung und ihrer Bedeutung für die schulische Entwicklung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher qualifiziert. Zu den Fortbildungsinhalten zählen der Zweitschrifterwerb, die Binnendifferenzierung und die Unterscheidung zwischen Zweitsprachlern und primären Analphabeten.
  • Die Alphabetisierung neu zugewanderter Schüler*innen erfolgt in kleinen Gruppen.
  • Die Förderung nicht alphabetisierter Kinder findet in einer wertschätzenden und mutmachenden Atmosphäre statt.
  • Neu zugewanderte Eltern werden durch praxisnahe Projekte und Angebote in die sprachliche Bildung ihres Kindes miteinbezogen. Sie erhalten die Möglichkeit, an Integrationskursen zur Alphabetisierung teilzunehmen. Die Erstsprache der Eltern findet Berücksichtigung.
Good-Practice-Beispiele

Good-Practice-Beispiele

Mülheim an der Ruhr:

Lehrkräftequalifizierung – Entlastung durch Qualifikation

Kreis Recklinghausen:

Die Internationalen Orientierungsklassen (IOK) der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule in Recklinghausen beinhalten Alphabetisierungsklassen.

Das Projekt Angekommen bietet zudem zwei Alphabetisierungskurse an, um einzelne Schüler*innen gezielter zu stärken und zu fördern (IOK-Lehrer im Austausch mit Angekommen) (https://www.an-ge-kommen.de/).

Dokumentation von Bildungsverläufen

Dokumentation von Bildungsverläufen

Mehrsprachigkeit

Mehrsprachigkeit

Einleitung

Einleitung

Mehrsprachigkeit ist die Fähigkeit eines Menschen, mehr als eine Sprache zu sprechen oder zu verstehen. Wer außer seiner Herkunftssprache noch eine andere Sprache spricht, hat die Möglichkeiten, auf verschiedene kulturelle und sprachliche Erfahrungen zurückzugreifen.

Entscheidend für den erfolgreichen Erwerb mehrerer Sprachen ist die Qualität und Quantität der sprachlichen Angebote. Je früher mit dem Erwerb der zweiten Sprache begonnen wird, desto besser.

Viele neu zugewanderte Kinder haben erst in der Kita bzw. in der Schule die ersten Berührungspunkte mit der deutschen Sprache. In der Regel lernen Kinder nach relativ kurzer Zeit einen grundlegenden Wortschatz, der ihnen eine erfolgreiche Kommunikation im Alltag ermöglicht.

Eine erfolgreiche Bildungslaufbahn setzt eine akademische Sprache voraus. Um die dafür erforderlichen abstrakten Fähigkeiten zu entwickeln, benötigen Kinder mit Deutsch als Zweitsprache eine durchgängige Sprachbildung. Da besonders das häusliche Umfeld die sprachliche Entwicklung des Kindes beeinflusst, sind die Eltern als Ressource miteinzubeziehen.

Ausgangslage

Ausgangslage

Bochum:

  • Die Förderung der Erstsprache hat positiven Einfluss auf das Erlernen einer Zweitsprache. Mehrsprachigkeit ist zudem eine Ressource, auf die man auch im Berufsleben zurückgreifen kann.
  • Durch den Besuch des herkunftssprachlichen Unterrichts kann bei einer guten Leistung in der Sprachprüfung (nach Klasse 9 oder 10) eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgeglichen werden.
  • Sprache bedeutet zudem Identität. Die Wertschätzung aller Sprachen, ob Fremdsprache oder Dialekt, ist daher für das Selbstwertgefühl der Menschen wichtig.

Mülheim an der Ruhr:

  • Mehrsprachigkeit wird als „on top“ gesehen.
  • Mehrwert wird nicht anerkannt/ist Lehrkräften nicht bewusst.

Kreis Recklinghausen:

  • Vielfalt und Mehrsprachigkeit gehören mehr denn je zum schulischen Alltag. Eine immer größer werdende Anzahl von Kindern lernt Deutsch nicht als erste und einzige Sprache oder wächst in einer Lebenswelt mit wenig sprachlicher Anregung und Differenziertheit auf.
  • Bei einigen neu zugewanderten und geflüchteten Menschen gibt es starke Sprachbarrieren. Nicht nur im Alltag, sondern auch in Beratungen, behördlichen Angelegenheiten und schulischen Eltern-Lehrer-Gesprächen können aus sprachlichen Barrieren Verständigungsschwierigkeiten, Missverständnisse und Unsicherheiten auf beiden Seiten entstehen.
Gemeinsame Ziele

Gemeinsame Ziele

Die Bedeutung der Mehrsprachigkeit für die sprachliche Bildung in Kita und Grundschule ist den Fach- und Führungskräften sowie den politisch Verantwortlichen bewusst. Dabei wird die Mehrsprachigkeit wertgeschätzt und als Ressource betrachtet. Erzieher*innen und Lehrkräfte werden umfänglich dahingehend qualifiziert. Da das familiäre Umfeld einen großen Einfluss auf die sprachliche Entwicklung des Kindes hat, werden die Eltern im Sinne einer gelungenen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft engmaschig miteinbezogen. 

  • Entwicklung von weiteren Sprachangeboten
  • Implementierung der Angebote und Förderung des generellen Themas in allen Schulformen
  • Mehrsprachigkeit auch im Unterricht gezielter nutzen
Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren

  • Es stehen ausreichende Plätze für die vorschulische und schulische Bildung und Betreuung neu zugewanderter Kinder zur Verfügung.
  • Die sprachlichen Angebote werden an die individuellen Entwicklungsverläufe neu zugewanderter Kinder angepasst.
  • Für die Förderung der Mehrsprachigkeit stehen Kitas und Schulen ausreichend Zeit zur Verfügung.
  • Die herkunftssprachlichen Kompetenzen der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen werden in die Förderung miteinbezogen. Dazu besuchen neu zugewanderte Kinder regelmäßig den herkunftssprachlichen Unterricht.
  • Kitas und Schulen verfügen über ein durchgängiges Sprachbildungskonzept.
  • Die pädagogischen Fachkräfte werden im Bereich der Mehrsprachigkeit und ihrer Bedeutung für den Zweitspracherwerb qualifiziert.
  • Sprachliche Barrieren werden mithilfe von Dolmetscher*innen überwunden.
  • Neu zugewanderte Eltern werden über die Bedeutung der kindlichen Sprachentwicklung und hier insbesondere über die Mehrsprachigkeit informiert. Sie werden durch praxisnahe Projekte und Angebote in die sprachliche Bildung ihres Kindes miteinbezogen.
Good-Practice-Beispiele

Good-Practice-Beispiele

Bochum:

  • Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)

Hierbei handelt es sich um kostenfreies Angebot des Landes NRW. Die Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler, die zusätzlich zu Deutsch noch in mindestens einer weiteren Sprache (Herkunftssprache) aufwachsen. Weitere Informationen hierzu befinden sich auf: https://www.bochum.de/Schulverwaltungsamt/Schulamt/Herkunftssprachlicher-Unterricht#downloads  (Stand 07.08.2020)

  • Flyer, Unterrichtszeiten, Anmeldung

Informationen unter: https://kommunale-integrationszentren-nrw.de/herkunftssprachlicher-unterricht-0  (Stand 07.08.2020)

Mülheim an der Ruhr:

  • Es fand im Oktober 2009 ein Fachtag zur Mehrsprachigkeit statt.
  • Das Kommunale Integrationszentrum verfügt über einen Sprachmittler*innen-Pool.

Kreis Recklinghausen:

Heterogenität

Heterogenität

Motivation, Erwartungshaltung, Anschlussperspektiven

Motivation, Erwartungshaltung, Anschlussperspektiven

Traumatisierung

Traumatisierung

Vergabe von Schulabschlüssen

Vergabe von Schulabschlüssen

Berufsorientierung

Berufsorientierung

Einleitung

Einleitung

Der Einstieg in das Berufsleben ist für neu zugewanderte Jugendliche ein wesentlicher Baustein für eine gelingende Integration. Sie stehen vor der Herausforderung, ein realistisches Berufsziel zu formulieren und sich im beruflichen Umfeld selbstbewusst zu behaupten.

Um ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern, ist eine zusätzliche Unterstützung innerhalb der schulischen Berufsorientierung von großer Bedeutung. Daher sind Maßnahmen zur Verbesserung der sprachlichen, sozialen und lebenspraktischen Kompetenzen wichtig.

Ausgangslage

Ausgangslage

Bochum:

  • Viele neu zugewanderte Eltern und Schüler*innen kennen sich kaum mit dem deutschen/NRW-spezifischen (Aus-)Bildungssystem aus. Es ist daher wichtig, dass sie informiert sind, um Möglichkeiten und Voraussetzungen für sich zu erkennen.
  • Enge Zusammenarbeit besteht mit der Kommunalen Koordinierungsstelle des Landesvorhabens von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA).
  • Berufsorientierung findet überwiegend in den Schulen statt. Die Bundesagentur für Arbeit und die Berufsberatung kann in Teilen mehrsprachig beraten. Allgemeine Informationsveranstaltungen finden aber auf Deutsch statt.
  • Anerkennung von Zeugnissen ist oftmals eine langwierige Hürde.

Mülheim an der Ruhr:

  • Unwissenheit bei vielen neu zugewanderten Eltern und Schüler*innen über das Schul-/Ausbildungssystem in Deutschland.
  • Anerkennung von Zeugnissen/Schulabschlüssen/Unizertifikaten ist die Schlüsselaufgabe und sollte noch schneller ermöglicht werden.
  • Die Sprache zählt als besondere Voraussetzung zur erfolgreichen Berufsorientierung. Besonders arbeitsspezifische Begriffe sind notwendig und sollten noch stärker fokussiert werden.

Recklinghausen:

  • Sowohl viele neu zugewanderte Schüler*innen als auch ihre Eltern wissen kaum etwas über das deutsche Ausbildungssystem. Deshalb sollten Jugendliche die Möglichkeiten erhalten, sich über das Bildungssystem zu informieren und bestimmte Berufsfelder kennenzulernen.
  • Auch das RBB arbeitet eng mit den Koordinator*innen des Projektes “Kein Abschluss ohne Anschluss” und dem KI zusammen.
  • Die Kommunale Koordinierungsstelle KAoA im Kreis Recklinghausen begleitet die beteiligten Partner Schulaufsicht, Schulen und Bildungsträger und unterstützt die Abstimmung und Umsetzung vor Ort.
Übergeordnete Ziele

Übergeordnete Ziele

Neu zugewanderte Jugendliche werden im Übergang von der Schule in den Beruf in ihrer sprachlichen und beruflichen Integration unterstützt. Um ihre Berufswahlkompetenz zu stärken, werden sie über das deutsche/NRW-spezifische Schul- und Ausbildungssystem aufgeklärt. Sie erhalten zudem Informationen über den Umgang mit Behörden sowie Unterstützung im Hinblick auf ein eigenständiges Leben, wie Wohnen, gesundheitliche Versorgung, Freizeit und Sportangebote. Da die Eltern in der Regel die Stärken und Schwächen ihrer Kinder gut kennen, werden sie in den Prozess der Berufswahlorientierung als kompetente Partner*innen miteinbezogen und bekommen alle relevanten Informationen.

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

  • Für neu zugewanderte Jugendliche stehen Unterstützungsangebote zur Erreichung von Bildungsabschlüssen zur Verfügung.
  • Gemeinsam mit den neu zugewanderten Jugendlichen werden im Rahmen der Berufsorientierung aufenthaltsrechtliche Hürden geklärt.
  • Zeugnisse, die Jugendliche aus ihren Herkunftsländern mitbringen, werden zeitnah anerkannt.
  • Für neu zugewanderte Jugendliche sind ausreichende Beratungsangebote für die berufliche Orientierung vorhanden.
  • Zu Informationsveranstaltungen, die der beruflichen Orientierung dienen, wird in mehreren Sprachen eingeladen. Darüber hinaus stehen den Jugendlichen mehrsprachige Informationsbroschüren zur Verfügung. Diese Veranstaltungen sollten für die Schüler*innen verpflichtend sein.
  • Die weiterführenden Schulen, das Regionale Bildungsbüro und das Kommunale Integrationszentrum arbeiten eng mit der Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule–Beruf in NRW“ (KAoA-kompakt) und der „Kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ (KoKoBiNz) zusammen. Die Berufskollegs und die Schulaufsicht werden in die Zusammenarbeit verlässlich eingebunden.
  • Es findet eine enge Zusammenarbeit zwischen den weiterführenden Schulen und der Berufsberatung bzw. dem Jugendmigrationsdienst statt.
  • Es besteht zwischen Lehrkräften und den neu zugewanderten Jugendlichen eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
  • Es werden Unternehmen gewonnen, die neu zugewanderten Jugendlichen die Möglichkeit bieten, über Berufspraktika erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.
  • Die Schülerinnen und Schüler erhalten bei den Besuchen der Gewerbebetriebe Kenntnisse über offene Praktikums- oder Ausbildungsstellen und die Möglichkeit, sich zu bewerben
  • Es werden Universitäten gewonnen, die neu zugewanderten Jugendlichen die Möglichkeit bieten, erste Erfahrungen im Hochschulbereich zu sammeln.
  • Neu zugewanderte Schüler*innen, die ohne eine berufliche Perspektive ihre Schullaufbahn beenden, werden weiterhin gefördert und unterstützt.
Good-Practice-Beispiele

Good-Practice-Beispiele

Bochum:

  • Informationsveranstaltungen für Eltern in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit
  • Berufsinformationsmesse mit Sprachmittler*innen
  • Gelungene Praxisbeispiele für eine ganzheitliche und alle Schüler*innengruppen berücksichtigende Berufsorientierung finden sich häufig bei den SIEGEL-Schulen, die für ihre hervorragende Berufsorientierung ausgezeichnet werden (Informationen dazu: https://www.netzwerk-berufswahlsiegel.de/netzwerk/vor-ort/nordrhein-westfalen/mittleres-ruhrgebiet/).
  • Seminare und Workshops mit Organisationen und Vereinen

Mülheim an der Ruhr:

Kreis Recklinghausen:

Angebote für 18- bis 25-jährige

Angebote für 18- bis 25-jährige

Bildungssystem

Organisation der Erstförderung

Organisation der Erstförderung

Übergänge gestalten

Übergänge gestalten

Einleitung

Einleitung

Übergänge zwischen verschiedenen Bildungseinrichtungen stellen für Kinder und deren Eltern eine Herausforderung dar. Das gilt insbesondere für den Übergang von der Grund- in die weiterführende Schule, der eine entscheidende Weichenstellung für den Verlauf der Bildungsbiografie bedeutet und bei Kindern sowie Eltern von Unsicherheit begleitet ist. 

Die Entwicklung kommunaler Übergangskonzepte erzeugt Sicherheiten für Schulen, kommunale Akteure wie Bildungsbüros und Schulverwaltung sowie für die Endzielgruppe Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern.

Ausgangslage

Ausgangslage

Bochum:

  • In Bochum gibt es verschiedene Angebote von der Grundschule bis zur Ausbildung, die die Übergänge neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher begleiten und unterstützen (vgl. Good Practice).
  • Unterstützung der Kinder und Jugendlichen, die nicht genau wissen, welche Möglichkeiten sie haben.
  • Die Jugendlichen müssen erst über die Möglichkeiten ihrer Bildungslaufbahn informiert werden, damit sie sich entscheiden können.

Mülheim an der Ruhr:

  • Keine speziellen Angebote für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche (abgesehen von KAoA: siehe oben); Angebote für alle; Brückenangebote (Erdmännchen) für Vorschulkinder ohne Kitaplatz.

Recklinghausen:

  • Schüler*innen wissen häufig nicht, was sie nach der Schule machen wollen.
  • Sie suchen sich teilweise Berufsfelder aus, die teilweise unrealistisch sind, oder haben ein falsches Bild von den Berufen.
Übergeordnete Ziele

Übergeordnete Ziele

Neu zugewanderte Kinder wechseln im Anschluss an die Grundschule seltener auf höhere Schulformen und haben damit auch geringere Chancen zum Erwerb höherer schulischer Bildungsabschlüsse. Das Handeln schulischer und außerschulischer Partner*innen sollte daher vernetzt werden, um durch abgestimmte Vorgehensweisen eine verbindliche Zusammenarbeit zu schaffen und bestehende Benachteiligungen durch gezielte Förderungen auszuräumen.  

Best-Practice-Beispiele

Best-Practice-Beispiele

Bochum:

  • Kompetenzpass Bochum
  • Die Broschüre “Wegweiser” bietet einen umfassenden Überblick über alle weiterführenden Schulen Bochums und dient zur Orientierung bei der Entscheidungsfindung einer geeigneten Schule beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I
    (aus https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2BHTEHU441BOCMDE/$File/Schulwegweiser-Bochum.pdf, Stand 14.09.2020).
  • Schulbezirkszentrale Informationsveranstaltung zum Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule
  • Mehrsprachige Elterninformationsveranstaltungen zum deutschen (Aus-)Bildungssystem für neu zugewanderte Jugendliche und deren Eltern
  • Unter Federführung der LaKI: Arbeitskreis Übergang Schule–Berufe
  • Berufsinformationsmesse (BIM)
    • Hier können sich Interessierte über Berufe und Studienmöglichkeiten informieren. Für Neuzugewanderte, die nicht ausreichend Deutsch können, stehen Sprachmittler*innen zur Verfügung (für die Sprachen Kurdisch, Arabisch, Persisch und Türkisch).
    • https://bim-was-geht.de/ 

Mülheim an der Ruhr:

  • Mikroprojekt Mülheimer Schultüte [Verlinkung noch einfügen]
  • Arbeitskreis Übergang Kita–GS
  • Stadtteilbezogene Netzwerke in Bereich des Übergangs von der Kita zur Grundschule
  • Bildungshaus
  • Ergebnisse aus dem Projekt „Schulen im Team“ (http://www.schulen-im-team.de/startseite)
  • Brückenprojekte für Vorschulkinder ohne Kitaplatz [Beispiel einfügen]

Recklinghausen:

  • Siehe Good-Practice-Beispiele unter Berufsorientierung [Verlinkung setzen]
Übergang in das Regelsystem

Übergang in das Regelsystem

Integration und Deutschförderung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler

Integration und Deutschförderung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler

Mit dem Erlass „Integration und Deutschförderung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler“ vom 15. Oktober 2018 wird die Heterogenität dieser Schülergruppe in den Blick genommen, mit dem Ziel, eine frühzeitige Integration eines Jeden erreichen zu können. Der Erlass ermöglicht aus diesem Grund verschiedene Formen des Unterrichtsbesuchs:

  • in vollständig äußerer Differenzierung, also in eigenen Lerngruppen (Nummer 3.5.1),
  • in teilweise äußerer Differenzierung, also durch den Besuch einer eigenen Lerngruppe und der teilweisen Teilnahme am Regelunterricht (Nummer 3.5.2) oder
  • in innerer Differenzierung, also im Rahmen einer vollständigen Teilnahme am Regelunterricht (Nummer 3.5.3).

In dieser Zeit sind die Schülerinnen und Schüler noch keinem Bildungsgang zugeordnet und erhalten infolgedessen noch keine Zeugnisse. Sie erhalten sogenannte Lernstandsberichte, auch, wenn sie eventuell schon (teilweise) am Regelunterricht teilnehmen (Nummer 6.1, Satz 2).

Da sich stetig Änderungen in den aktuellen Erlassen ergeben, ist es zielführend, die aktuellen Bedingungen beim Schulministerium nachzulesen.

Quelle: https://www.schulministerium.nrw.de

Ausgangslage

Ausgangslage

Bochum:

  • In Bochum wird der Übergang von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen durch die Regionalkonferenz geregelt.
  • Anwesende sind die Dezernent*innen, die Schulformsprecher*innen, die Leitung des SVA und das KI.
  • Organisiert wird die Regionalkonferenz durch das SA.
  • Ein bedarfsgerechter Übergang fördert die Bildungschancen von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen. 

Mülheim an der Ruhr:

  • Anschlussförderung ist nicht klar.
  • Dem Kind bleiben Förderungen verwehrt (z. B. Unterricht sprachsensibel gestalten).

Recklinghausen:

  • unklare Strukturen
  • sprachliche Schwierigkeiten
  • Unter Regelsystem wird häufig die Phase nach der Erstförderung an den Schulen verstanden. Das Regelsystem wäre dann das System aus Schulformen und Bildungsgängen, das für alle Schüler*innen gilt. Bestimmte Fähigkeiten oder Berechtigungen sind dann Voraussetzung. So ist der Besuch einer gymnasialen Oberstufe für Schüler*innen z. B. aus Haupt- und Gesamtschulen nur möglich, wenn sie die Leistungsvoraussetzungen erfüllen, also die deutsche Sprache beherrschen und die Fachoberschulreife mit Qualifikation besitzen. Die Chancen für relativ neu zugewanderte Jugendliche sinken, je höher die Zugangsvoraussetzungen sind. Das führt dazu, dass Schulabschlüsse und Bildungsziele gelegentlich korrigiert werden müssen oder die Zeit zum Erreichen eines bestimmten Bildungsziels länger ausfällt als ursprünglich geplant.
Übergeordnete Ziele

Übergeordnete Ziele

Alle neu zugewanderten Kinder und Jugendliche erhalten spätestens nach zwei Jahren an einer Schule einen passenden Schulplatz. Es stehen auch nach Ablauf der zwei Jahre räumliche und personelle Kapazitäten für die Beschulung der neu zugewanderten Schüler*innen zur Verfügung. Die aufnehmenden Schulen erleichtern den neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen den Übergang durch Anschlussförderungen, wie zum Beispiel eine sprachsensible Unterrichtsgestaltung oder Förderung im Bereich der Alphabetisierung. Grundsätzlich zielt die Anschlussförderung darauf ab, die fachlichen Verstehensprozesse zu erleichtern und bildungssprachliche Kompetenzen aktiv zu fördern. Allen Schüler*innen soll durch sprachliche Differenzierungen ein besseres Verstehen des Unterrichtsstoffs ermöglicht werden. Die Lehrkräfte erhalten entsprechende Qualifizierungsangebote.

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

  • Es finden für jedes neu zugewanderte Kind, für jeden neu zugewanderten Jugendlichen individuelle Beratungsprozesse statt.
  • Den neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen stehen individuelle Förderangebote zur Verfügung.
  • Zwischen den beteiligten Institutionen sorgen verlässliche Strukturen für einen reibungslosen Informationsfluss.
Good-Practice-Beispiele

Good-Practice-Beispiele

Kreis Recklinghausen:

  • Baukasten zu Diagnose und Maßnahmen in der Erst- und Anschlussförderung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern (KI)
  • Der Baukasten kann Schulen in ihrem Entwicklungsprozess unterstützen und ist an systemische Beratung gekoppelt. Er besteht aus etwa 50 Karten mit Impulsen zu Zielen, wichtigen Schritten und Tipps, die den Prozess optimieren können. Im Beratungsprozess kann individuell ausgewählt werden, welche der Impulskarten für das jeweilige System relevant sind.
  • spezifische Förderangebote (Sprachlerndiplom oder Fachsprache an den Berufskollegs; durchgeführt durch das Projekt Angekommen).
Schul- und Unterrichtsentwicklung

Schul- und Unterrichtsentwicklung

Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften oder Fortbildungen für Bildungsakteure

Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften oder Fortbildungen für Bildungsakteure

Einleitung

Einleitung

Innerhalb des Projektes Wegbereiter – Bildungswege für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche bereiten wurden mit den beteiligten Kommunen bedarfsorientierte Qualifizierungsangebote entwickelt. In den themenorientierten Workshops standen Fragen zum Deutscherwerb, zur Unterrichtsentwicklung, zur rechtlichen und sozialen Situation Neuzugewanderter und zur interkulturellen Elternarbeit im Vordergrund. Zielgruppe der Angebote waren Erzieher*innen aus dem Elementarbereich, Lehrkräfte aus unterschiedlichen Schulformen, Schulsozialarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen der schulpsychologischen Beratungsstellen, Migrationsfachkräfte und ehrenamtlich Tätige.

Neben der Vermittlung der theoretischen und praktischen Inhalte wurde von den Teilnehmenden besonders der kollegiale Austausch und das gegenseitige Kennenlernen als bedeutsam erlebt. Gemeinsame Fortbildung für unterschiedliche Berufsgruppen (multiprofessionelle Teams) durchzuführen, erwies sich teilweise als schwierig, da zum Beispiel die Kompetenzteams der Bezirksregierungen ausschließlich für die Ausgestaltung der Lehrerfortbildungen zuständig sind und die Teilnahme für andere Berufsgruppen ausgeschlossen ist.

Zudem werden noch weitere Qualifizierungen und Fortbildungen für die entsprechenden Zielgruppen angeboten, beispielsweise über das jeweilige Kompetenzteam der Kommune, die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) oder das QUA-LIS.

Weiterführende Informationen zu vorhandenen Fortbildungen und Qualifizierungen:

 

Ausgangslage

Ausgangslage

Bochum:

Viele Bildungsakteure (Lehrkräfte, OGS-Kräfte und Schulsozialarbeiter*innen etc.) arbeiten täglich mit neu zugewanderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammen. Aus der konkreten Arbeit heraus ergeben sich viele Fragen, die wiederum zu konkreten Qualifizierungsbedarfen führen.

Dies betrifft auch die Fachkräfte aus dem Beratungsbereich (z. B. Schulpsycholog*innen, Migrationsberater*innen, abgeordnete Lehrer*innen etc.), die regelmäßig neu zugewanderte Kinder und Jugendliche beraten und unterstützen und damit Einfluss auf die Bildungschancen dieser Zielgruppe haben. Für die Mitarbeiter*innen der oben genannten Institutionen wurden bedarfsgerechte Qualifizierungen durchgeführt.

Kreis Recklinghausen:

Aufgrund der Größe des Kreises Recklinghausen ist es schwierig, die Qualifizierungsangebote umfassend darzustellen. Kern der Lehrkräftefortbildung bilden die Kompetenzteams. Darüber können von allen Lehrkräften Angebote, z. B. von Universitäten, Bildungswerken oder Maßnahmeträger*innen, freiwillig wahrgenommen werden.

Übergeordnete Ziele

Übergeordnete Ziele

Die pädagogischen Fachkräfte, die mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen arbeiten, erhalten Qualifizierungen, die sich an ihren Bedarfen orientieren. Sie sind im Vorfeld an der Auswahl der Inhalte und der Fortbildungsformate (halbtägige Veranstaltung, Tagesveranstaltung, mehrtägige Veranstaltung) zu beteiligen. Neben der Wissensvermittlung und der Anwendung von praxisnahen Methoden und Verfahren sollte Raum zur Reflexion der eigenen Haltung (Interkulturelles Handeln) gegeben sein. Um einen kollegialen Austausch zwischen schulischen und außerschulischen Partnern zu ermöglichen, sind multiprofessionelle Fortbildungssettings anzustreben.

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

  • Die Auswahl der Themen und des Fortbildungsformats (halbtägige Veranstaltung, Tagesveranstaltung, mehrtägige Veranstaltung) wird auf die Bedürfnisse der pädagogischen Fachkräfte zugeschnitten.
  • Neben Präsenzveranstaltungen finden auch Onlineseminare statt.
  • Bei der Schwerpunktsetzung sollten Themen wie interkulturelles Arbeiten, Sprachförderung und Sprachbildung, Traumatisierung durch Fluchterfahrungen sowie rechtliche Fragen Berücksichtigung finden.
  • Die Fortbildungsinhalte orientieren sich an der Praxiserfahrung und den Fragen der Teilnehmer*innen.
  • Es besteht ein unmittelbarer Bezug von Theorie und Praxis. Dabei werden die theoretischen Inhalte von den Referent*innen so aufbereitet, dass sie in der Praxis erprobt werden können. Die Referent*innen sorgen für eine wertschätzende Atmosphäre.
  • Die Fortbildungen sollten zur Entlastung der Teilnehmer*innen führen.
  • Um die Arbeit mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, sind multiprofessionelle Fortbildungsgruppen anzustreben.
  • Um allen Fachkräften die Teilnahme zu ermöglichen, sind die Angebote kostenfrei.
  • Die Tagungsräume sind von ihrer Größe ausreichend und von den zur Verfügung stehenden Medien gut ausgestattet.
  • Die Fachkräfte werden im Vorfeld rechtzeitig und umfassend über die Fortbildungsangebote informiert.
Good-Practice-Beispiele

Good-Practice-Beispiele

Bochum:

  • Qualifizierungsreihen 2019 und 2020 für Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und sonstige Interessierte nach Bedarfsabfrage. (Präsenzworkshops 2019: (Flyer als PDF-Datei einfügen); Digitale Workshops 2020: Flyer [als PDF einfügen] https://www.ruhrfutur.de/wegbereiter/qualireihe) Weitere Infos zur Umsetzung und Planung: Verlinkung Kommunales Konzept Bochum [Verlinkung noch einfügen]
  • Onlineplattform zum Austausch für (DaZ-)Lehrkräfte
  • Übersicht über die digitalen Fortbildungsangebote der Schulverlage

Mülheim an der Ruhr:

Netzwerk, Austausch und Informationsfluss

Netzwerk, Austausch und Informationsfluss

Einleitung

Einleitung

Damit neu zugewanderte Kinder und Jugendliche und deren Eltern sich innerhalb und außerhalb der Schule schnell zurechtfinden, ist eine enge Zusammenarbeit institutioneller und ehrenamtlich Tätiger notwendig. Nur so können gezielt flankierende Maßnahmen neben den vom Gesetzgeber bereitgestellten Angeboten initiiert werden.

Ausgangslage

Ausgangslage

Bochum:

  • Eine Vielzahl an Organisationen und Einzelpersonen arbeiten z. B. am Thema Zuwanderung. Diese Arbeitsinhalte sind teilweise deckungsgleich oder überschneiden sich. Der fehlende Austausch zwischen den Institutionen führt zu Doppelstrukturen.

Mülheim an der Ruhr:

  • Es sind vor Ort einige Netzwerke vorhanden, es bleibt die Frage offen, ob diese für die Zielgruppe der neu zugewanderten Familien richtig genutzt werden.

Kreis Recklinghausen:

  • Aufgrund der Größe des Kreises und der Vielzahl an Organisationen und Einzelpersonen, die sich mit dem Thema beschäftigen, kommt es immer wieder vermehrt zu Doppelstrukturen.
  • Im gesamten Kreis ist noch zu wenig Austausch zwischen den verschiedenen beteiligten Akteur*innen vorhanden.
Übergeordnete Ziele

Übergeordnete Ziele

Die institutionellen und ehrenamtlichen Akteure im Bereich der Integration neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher in das Bildungssystem sind bekannt. Mit den Akteuren sind abgestimmte und transparente Netzwerkstrukturen aufgebaut worden. Dies ermöglicht eine aufeinander abgestimmte Planung schulischer und außerschulischer Bildungs- und Betreuungsmaßnahmen. Durch die Bündelung von Erfahrungswissen und Ressourcen werden Doppelstrukturen vermieden und deckungsgleiche Angebote identifiziert.

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

  • Innerhalb der Kommune ist geklärt, wer für die Koordinierung des Netzwerkes zuständig ist.  Die Akteure haben innerhalb der Kommune feste Ansprechpartner*innen.
  • Den Kommunen sind die Kontaktdaten, Ansprechpartner*innen, Verantwortlichkeiten und Aufgabenbereiche der Akteure bekannt. Eine Zuordnung der einzelnen Angebote auf die jeweiligen Sozialräume ist gegeben.
  • Der Informationsfluss ist durch regelmäßige Arbeitstreffen, wie z. B. Schulkonferenzen, Runde Tische, organisiert. Die Ergebnisse der Arbeitstreffen werden dokumentiert und den Beteiligten zeitnah zur Verfügung gestellt.
  • Die Nutzung digitaler Medien (Datenbank mit der Auflistung aller Aktivitäten; Erstellen eines Newsletters etc.) unterstützt den Austausch und den Informationsfluss.
  • Das Netzwerk reflektiert in regelmäßigen Abständen, wie die Kooperation zu verbessern ist und welche gemeinsamen Ziele zu verfolgen sind.
  • Die Zusammenarbeit ist geprägt durch Vertrauen und eine konstruktive Gesprächs- und Beziehungskultur.
Good-Practice-Beispiele

Good-Practice-Beispiele

Bochum:

  • Netzwerklandkarte: Im Rahmen des Projektes Wegbereiter wurde eine zweiteilige Netzwerklandkarte erstellt, um die in Bochum vorhandenen Netzwerke, die sich hauptsächlich oder im Querschnitt mit dem Thema Zuwanderung/Migration befassen, darzustellen. Insgesamt wurden 45 Gremien identifiziert. Die Gremien wurden in einer Netzwerklandkarte nach Themenbereichen zusammengefasst. Durch die Sammlung der verschiedenen Arbeitsgruppen und -kreise, Netzwerke, Gremien, runden Tische etc. soll Transparenz geschaffen, Schnittstellen aufgezeigt und weitere Vernetzung und die Kontaktaufnahme unterstützt werden. Link: https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2BL9CU8122BOCMDE/$File/Netzwerksammlung_Neu_Zugewanderte.pdf            
  • Netzwerk „Sprachsensible Schulentwicklung“
  • Onlineplattform „Bildungschancen Ruhr“: Dort sind Übersichten über Bildungs- und Beratungsangebote für Neuzugewanderte zu finden: www.bildungschancen.ruhr.

Mülheim an der Ruhr:

  • KokoBiNz
  • Zentrale Koordinierungsstelle/Koordinierung nutzen für Informationsweitergabe und -austausch

Kreis Recklinghausen:

  • Netzwerkexperiment im gesamten Kreis Recklinghausen [Verlinkung zur Schrittfolge einfügen -> Netzwerkexperiment im Kreis RE]
  • Koordinierungsgruppe Neuzugewanderte & Bildung (RBB, 40.1 Projekt „Wegbereiter“ und KI)
  • Arbeitskreis Schulsozialarbeiter*innen
  • Arbeitskreis Ausbildung, Beruf in Gladbeck

 

Zusammenarbeit verschiedener Fachkräfte

Zusammenarbeit verschiedener Fachkräfte

Zusammenarbeit mit dem Sozialraum

Zusammenarbeit mit dem Sozialraum

Einleitung

Einleitung

Im behördlichen Sinne meint Sozialraumorientierung eine von Verwaltung und Politik definierte Raumeinteilung in Stadtteile oder Regionen, die häufig mit der Implementierung von Sozialraumbudgets verbunden wird. Sozialraumorientierung ergänzt die gesamtstädtische Betrachtungsweise um eine lokale Perspektive, die kleinere Einheiten in den Blick nimmt. Bezugspunkte sind Räume, die aus der Sichtweise der dort Wohnenden als zusammengehörende Lebensbereiche angesehen werden. [Quelle: in Anlehnung an Handbuch zur Sozialraumorientierung, Berlin 2009]

Ein so ausgerichteter Fachdiskurs wird seit Mitte der 1990er-Jahre im Zuge des Programms „Soziale Stadt“ sowie sozialräumlicher Umbauprozesse der kommunalen Jugendhilfe in verschiedenen deutschen Städten geführt. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Städtebauförderung wird ab 2020 das Programm „Soziale Stadt“ mit dem neuen Programm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ fortentwickelt. Die Programmziele bestehen weiterhin darin, […]  die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken. Im neuen Programm werden das Quartiersmanagement und die Mobilisierung von Teilhabe und ehrenamtlichem Engagement stärker betont. [Quelle: www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/SozialeStadt/soziale_stadt_node.html] Auch die drei beteiligten Kommunen erhalten Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“. Dabei führte der räumliche Blick auf Bildung dazu, neben den bisher genannten Akteuren kulturelle Einrichtungen wie Musikschulen, Theater und Museen sowie Sportvereine und Einrichtungen der Erwachsenenbildung als Ressource mit einzubinden. Die Sozialraumorientierung bedient sich dabei der Methode der Vernetzung, siehe hierzu auch Themenfeld Netzwerk, Austausch und Informationsfluss.

Ausgangslage

Ausgangslage

Bochum:

  • Die Angebote sollen an den Bedarfen und Lebenssituationen von Menschen in den jeweiligen Stadtteilen angepasst werden, damit die Angebote von der Zielgruppe im Sozialraum wahrgenommen und akzeptiert werden.
  • Die Zusammenarbeit außerschulischer Partner*innen sollte erweitert und verstärkt werden.

Kreis Recklinghausen:

  • Bereits vorhandene Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Recklinghausen (gemeinsamer Campingausflug; 18.09.–19.09.2020)
  • Kooperation/offene Angebote/gemeinsamer Treffpunkt für Schüler*innen der Gymnasien und junge geflüchtete Jugendliche (in Kooperation mit dem Projekt Angekommen)
Übergeordnete Ziele

Übergeordnete Ziele

Bezogen auf neu zugewanderte Familien verfolgt die Sozialraumorientierung das Ziel, über attraktive und niedrigschwellige Angebote im direkten Umfeld der Familien die Lern- und Lebenschancen zu verbessern, die Teilhabechancen zu stärken, die Rahmenbedingungen im Bereich Wohnen, Soziales, Gesundheit und Bildung zu verbessern. Weitere Träger und Einrichtungen aus dem Umfeld sollten aktiver mit eingebunden werden.

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

  • Neu zugewanderte Familien kennen die Anlaufstellen im Stadtteil und erleben konkrete Unterstützung im Alltag.
  • Die schulischen und außerschulischen Partner arbeiten im Stadtteil eng zusammen.
  • Die Arbeit im Stadtteil findet trägerübergreifend statt. Die Ansprechpersonen der Institutionen mit ihren Verantwortlichkeiten und Aufgabenbereichen sind untereinander bekannt.
  • Gemeinsam werden Bedarfe bei der Zielgruppe ermittelt, vorhandene Ressourcen genutzt und attraktive Angebote initiiert.
  • Es werden Angebote ermöglicht, in denen weitere Begegnung der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen auf niedrigschwelliger Ebene und im Freizeitbereich ermöglicht wird.
  • Bei der Entwicklung neuer Angebote werden die neu zugewanderten Familien miteinbezogen.
  • Standardisierte Prozesse für die Zusammenarbeit erleichtern die Kommunikation untereinander und sorgen für die Nachhaltigkeit der Projekte.
Good-Practice-Beispiele

Good-Practice-Beispiele

Bochum:

  • Stadtteilbüro: Das Stadtteilbüro ist die erste Anlaufstelle vor Ort in den Stadtteilen Werne und Langendreer-Alter Bahnhof. Hier werden Fragen beantwortet, Kontakte vermittelt, Anregungen und Ideen für die Stadtteile aufgegriffen. Es lädt auch herzlich dazu ein, sich mit dem Stadtteilmanagement über aktuelle Entwicklungen oder künftige Planungen auszutauschen sowie über Förderprogramme im Stadterneuerungsgebiet WLAB – wie beispielsweise das Hof- und Fassadenprogramm oder den Stadtteilfonds – zu informieren. Hier finden Gespräche zur Erstinformation über Förderprogramme, Terminanfragen oder auch die Abgabe von Förderanträgen statt.
  • Das Stadtteilbüro ist Arbeits- und Besprechungsraum, erste Anlaufstelle zur Stadt und „Adresse“ des „Soziale Stadt“-Projektes in WLAB. Die Stadtteilbüros organisieren Stadtteilkonferenzen. https://bo-wlab.de/stadtteilmanagement/was-ist-ein-stadtteilbuero-vor-ort
  • Die Interkulturelle Woche wird in Zusammenarbeit mit Sozialraumakteuren durch das KI Bochum organisiert.
  • https://www.bochum.de/Pressemeldungen/30-August-2019/Auftaktveranstaltung-der-Interkulturellen-Woche-2019-beim-Bochumer-Musiksommer
  • Wattenscheider Weltkindertag

Das bunte Kinderfest findet jährlich in Zusammenarbeit mit Sozialraumakteuren in Wattenscheid statt.

https://www.waz.de/staedte/wattenscheid/der-kindertag-wird-in-wat-runde-zehn-jahre-und-noch-bunter-id227103561.html

  • Hustadtteilfest

Das Fest soll das friedliche Zusammenleben der Bewohner*innen des Quartiers „Hustadt“ stärken.

https://ifak-bochum.de/event/hustadtteilfest-2019/

  • Informationsveranstaltung zum Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule (Zusammenarbeit der Schulen und sonstiger Bildungs- und Beratungsakteure des Sozialraums) mit der Zielgruppe Eltern und ihre Viertklässlerkinder.

Mülheim an der Ruhr:

  • Naturerlebniswoche für Grundschulkinder

Viele Kinder in Eppinghofen müssen sich in den Ferien selbst beschäftigen, da die Familien nicht über die zeitlichen und/oder finanziellen Ressourcen für ein spannendes Ferienprogramm verfügen. Die Naturerlebniswoche bietet den Kindern die Möglichkeit, abwechslungsreiche Aktivitäten im unmittelbaren Wohnumfeld zu erleben. So wurden beispielsweise bereits ein Imker und ein Bauernhof besucht, es wurden die Bewohner in und an der Ruhr sowie Stadtbäume erforscht.

  • Die Naturerlebniswoche erleichtert den teilnehmenden Familien nachhaltig den Zugang zu den kennengelernten Institutionen.
  • Eltern-Kind-Frühstück

Monatliches Angebot für Eltern und Kinder aus dem Stadtteil, bei dem niederschwellig und in entspannter Atmosphäre Expert*innen über wechselnde Themen informieren. Die Auswahl der Themen orientiert sich an den Bedarfen der Familien, die regelmäßig abgefragt werden.

Themenbeispiele: Kita-Anmeldung, Vorsorgeuntersuchungen, gesunde Ernährung, Bildungs- und Teilhabepaket, Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit.

Das Eltern-Kind-Frühstück trägt u. a. dazu bei, Hemmnisse im Kontakt mit Fachämtern der Stadtverwaltung abzubauen und Kontakte zu knüpfen.

  • Werkstattwoche

Jährlich stattfindende Aktionswoche mit zahlreichen Akteuren aus dem Stadtteil, die unter einem wechselnden Thema steht (dieses wird von den teilnehmenden Institutionen gemeinsam ausgewählt). Viele der Aktionen finden in Kooperation statt und sind offen für alle Interessierten. So haben die Kinder und Erwachsenen im Stadtteil die Möglichkeit, neue Orte kennenzulernen, und auch die Institutionen können neue Netzwerke aufbauen und bestehende stärken.

Kreis Recklinghausen:

  • Campingausflug im September, durchgeführt vom Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Recklinghausen.
Kooperationen zwischen Grundschulen, weiterführenden Schulen und Berufskollegs

Kooperationen zwischen Grundschulen, weiterführenden Schulen und Berufskollegs

Kooperationen zwischen Schulen, Kommunen und Hochschulen

Kooperationen zwischen Schulen, Kommunen und Hochschulen

Einleitung

Einleitung

Flüchtlinge können grundsätzlich unabhängig vom Stand ihres Asylverfahrens und von ihrem Aufenthaltsstatus ein Studium aufnehmen, wenn sie die entsprechenden hochschulrechtlichen Voraussetzungen erfüllen. In Einzelfällen kann allerdings ein ausländerrechtliches Hindernis bestehen. Flüchtlinge, die ein Studium aufnehmen, werden hochschulrechtlich der Gruppe der Bildungsausländer*innen zugeordnet. Es gelten für Flüchtlinge im Studium grundsätzlich dieselben Regelungen wie für ausländische Studienbewerber*innen sowie Studierende. Allerdings bestehen gegenüber ausländischen Studierenden, die sich zu Studienzwecken in Deutschland mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Abs. 1 AufenthG aufhalten, Besonderheiten aufgrund des Aufenthaltsstatus – insbesondere im Bereich des Sozial-, Förder- und Aufenthaltsrechts –, die bei der Studierenden-beratung von Bedeutung sein können. Flüchtlinge können durch Aufnahme eines Studiums keinen „Spurwechsel“ von einem Aufenthaltsstatus aufgrund eines Asylantrags in einen Aufenthaltstitel zum Zweck des Studiums vornehmen. Dagegen ist es für Ausländerinnen und Ausländer bspw. mit einem gültigen Aufenthaltstitel zum Zweck des Studiums grundsätzlich möglich, Asyl zu beantragen. [Hochschulzugang und Studium von Flüchtlingen, eine Handreichung für Hochschulen und Studentenwerke, Herausgeber Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Oktober 2016.]

Ausgangslage

Ausgangslage

  • Durch gute Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kommunen, Hochschulen und Betrieben konnten Übergänge bereits besser gestaltet werden. 
  • Es sind unterschiedliche Ausprägungen der institutionsübergreifenden Kooperation erkennbar. Wichtige Akteure, die diese Kooperationen gezielt fördern, sind die LaKI, die einzelnen KIs und RuhrFutur.
Übergeordnete Ziele

Übergeordnete Ziele

Neu zugewanderte Jugendliche werden im Übergang von der Schule in die (Fach-)Hochschule bzw. in das duale Studium in ihrer sprachlichen und beruflichen Integration unterstützt. Um ihre Berufswahlkompetenz zu stärken, werden sie über das deutsche/NRW-spezifische Schul- und Ausbildungssystem aufgeklärt. 
Um die Bildungschancen der neu zugewanderten Jugendlichen zu verbessern, arbeiten Schulen, Kommunen und Hochschulen in verlässlichen Strukturen zusammen. Die Jugendlichen werden in diesen Übergangsprozess systematisch einbezogen.

Sie erhalten zudem Informationen über den Umgang mit Behörden sowie Unterstützung im Hinblick auf ein eigenständiges Leben, wie Wohnen, gesundheitliche Versorgung, Freizeit und Sportangebote. Da die Eltern in der Regel die Stärken und Schwächen ihrer Kinder gut kennen, werden sie in den Prozess der Berufswahlorientierung als kompetente Partner miteinbezogen und bekommen alle relevanten Informationen.

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

  • Für neu zugewanderte Jugendliche stehen Unterstützungsangebote zur Erreichung der allgemeinen Hochschulreife bzw. der Fachhochschulreife zur Verfügung.  
  • Gemeinsam mit den neu zugewanderten Jugendlichen werden im Rahmen der Berufsorientierung aufenthaltsrechtliche Hürden geklärt.
  • Zeugnisse, die Jugendliche aus ihren Herkunftsländern mitbringen, werden zeitnah anerkannt.
  • Für neu zugewanderte Jugendliche sind ausreichende Beratungsangebote für die berufliche Orientierung im akademischen Bereich vorhanden.
  • Zu Informationsveranstaltungen, die der beruflichen Orientierung dienen, wird in mehreren Sprachen eingeladen. Darüber hinaus stehen den Jugendlichen mehrsprachige Informationsbroschüren zur Verfügung.
  • Die weiterführenden Schulen, das Regionale Bildungsbüro und das Kommunale Integrationszentrum arbeiten eng mit der Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule–Beruf in NRW“ (KAoA-kompakt) und der „Kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ (KoKoBiNz) und den angrenzenden Hochschulen zusammen.
  • Es werden Universitäten gewonnen, die neu zugewanderten Jugendlichen die Möglichkeit bieten, erste Erfahrungen im Hochschulbereich zu sammeln.
  • Die Hochschulen bieten spezielle Unterstützungsmöglichkeiten (Erlernen der Fachsprache, Studienberatung, psychosoziale Beratung) für neu zugewanderte Jugendliche an.
Good-Practice-Beispiele

Good-Practice-Beispiele

Bochum:

  • UniverCity Bochum

UniverCity Bochum ist das bundesweit einzigartige Netzwerk aus insgesamt zwölf Partnern, darunter sieben Bochumer Hochschulen und die Stadt Bochum. Der Verbund setzt sich dafür ein, Bochum als Stadt der Wissenschaft und Bildung noch bekannter zu machen.

https://www.univercity-bochum.de/studieren/gefluechtete-studierende

  • NRW Talentscouting

https://www.nrw-talentzentrum.de/  

  • Bildungschancen Ruhr

„Bildungschancen Ruhr“ ist das Ergebnis einer gelingenden Kooperation vieler Akteure im Ruhrgebiet. Die Bildungsinitiative RuhrFutur und der Regionalverband Ruhr (RVR) betreiben die Anwendung gemeinsam. Die Kommunen Bochum, Bottrop, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim an der Ruhr sowie Oberhausen, sechs Hochschulen (Ruhr-Universität Bochum, Fachhochschule Dortmund, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen, Hochschule Ruhr West, Westfälische Hochschule), die Transferagentur Bildungsmanagement NRW und die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung tragen mit ihrer Expertise zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Anwendung bei. Die Daten werden von den Kommunen und Hochschulen nach gemeinsam erarbeiteten Standards eingepflegt, klassifiziert und aktualisiert.

https://www.bildungschancen.ruhr/app02/@382373.813421135,5705626.57746095,10,10  

  • Berufsinformationsmesse (BIM)

Hier können sich Interessierte über Berufe und Studienmöglichkeiten informieren. Für Neuzugewanderte, die nicht ausreichend Deutsch können, stehen Sprachmittler*innen zur Verfügung (für die Sprachen Kurdisch, Arabisch, Persisch und Türkisch).

https://bim-was-geht.de/   

  • Bochum für Toleranz: Demokratie- und Integrationskonferenz

https://www.bochum.de/Pressemeldungen/7-November-2019/Bochum-fuer-Toleranz-Demokratie--und-Integrationskonferenz-im-Audimax  

  • Netzwerklandkarte des KI

Die Netzwerklandkarte des KI fördert die Vernetzung zwischen Schulen, Kommunen, Hochschulen und Betrieben.

Darstellung aller Netzwerke in Bochum, die sich mit dem Thema Zuwanderung beschäftigen. Im Rahmen des Projektes Wegbereiter wurde eine zweiteilige Netzwerklandkarte erstellt, um die in Bochum vorhandenen Netzwerke, die sich hauptsächlich oder im Querschnitt mit dem Thema Zuwanderung/Migration befassen, darzustellen. Insgesamt wurden 45 Gremien identifiziert. Die Gremien wurden in einer Netzwerklandkarte nach Themenbereichen zusammengefasst. Durch die Sammlung der verschiedenen Arbeitsgruppen und -kreise, Netzwerke, Gremien, runden Tische etc. soll Transparenz geschaffen, Schnittstellen aufgezeigt und weitere Vernetzung und die Kontaktaufnahme unterstützt werden.

Link: https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2BL9CU8122BOCMDE/$File/Netzwerksammlung_Neu_Zugewanderte.pdf   

  • QuAZ e. V. – Ein breites Bündnis für Integration

Der Verein hat die Aufgabe, den aktuellen Bedürfnissen des Arbeitsmarktes entsprechende Bildungsmaßnahmen für Zugewanderte in Kooperation mit Betrieben und anderen Institutionen/Bildungsträgern und/oder Dritten zu unterstützen.

netzn.de/b/da3f93e5-1587-4bfb-a02f-c920a15efa15/quaz-e-v-ein-breites-buendnis-fuer-integration

www.gewerkstatt.de/de/quazruhr

Mülheim an der Ruhr:

Kreis Recklinghausen

  • Netzwerkexperiment
  • Mikroprojekt: Berufsbörse Castrop-Rauxel [Link einfügen, sobald das Projekt online ist]
  • Seiteneinsteigernetzwerk: Netzwerk von Akteuren, die Neuzugewanderte bei der Schulplatzwahl beraten und Schulplätze vermitteln. Wird vom KI betreut.
Bildungs- und Erziehungspartnerschaften

Bildungs- und Erziehungspartnerschaften

Strukturen

Strukturelle Gegebenheiten (Personalstellen, Schulplätze, Räume)

Strukturelle Gegebenheiten (Personalstellen, Schulplätze, Räume)

Bildungsmonitoring

Bildungsmonitoring

Transparenz über Angebote

Transparenz über Angebote

Einbeziehung der Neuzugewanderten

Einbeziehung der Neuzugewanderten

Ausgangslage

Ausgangslage

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche benötigen Erfahrungen darin, als Persönlichkeit gesehen, wertgeschätzt und ernst genommen zu werden.

Meist mussten sie schnell erwachsen werden, unterstützen ihre Eltern bei Behördengängen und fungieren hier als Übersetzer. Bei Fragen des Aufenthalts- und Asylverfahrens werden sie hingegen nicht beteiligt und ihre Sichtweise findet meist keine Berücksichtigung. Zum Alltag neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher gehört oft ein Leben auf engstem Raum mit geringer Privatsphäre, wenig Unterstützung im schulischen Bereich und noch weniger Angeboten zur Gestaltung ihrer Freizeit.

Daher ist es eine wichtige Aufgabe für Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter*innen, neu zugewanderte Kinder und Jugendliche bei allen für sie wichtigen Themen miteinzubeziehen und anzuhören, ihnen Erfahrungen der Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Übergeordnete Ziele

Übergeordnete Ziele

Die nachfolgenden Ziele konnten als übergeordnete Ziele identifiziert werden. Die Kommunen haben jeweils eigenständige Zielformulierungen erarbeitet.

Neu zugewanderte Kinder werden in allen für sie wesentlichen Belangen beteiligt. Sie werden von den Lehrkräften und den pädagogischen Fachkräften bei der Planung von schulischen und außerschulischen Maßnahmen ihrem Alter entsprechend einbezogen.

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

Übergeordnete Erfolgsfaktoren

  • Verbesserte Akzeptanz von Angeboten durch Neuzugewanderte
  • Direkte Ansprache der neu zugewanderten Schüler*innen durch Bildungsbegleiterin an der Schule
  • Neu zugewanderte Jugendliche werden bei der Berufsorientierung und der Auswahl der Betriebe miteinbezogen
  • Den neu zugewanderten Schüler*innen einen Raum bieten, wo sie neue Projektideen entwickeln können. Gemeinsam mit ihnen wohnortnahe (Freizeit)Angebote entwickeln.
Good-Practice-Beispiele

Good-Practice-Beispiele

Bochum

  • Neu in Deutschland – Zeitung über Flucht, Liebe und das Leben

nid-zeitung.de

  • Here – Von Geflüchteten für Bochum

here-in-bochum.de

Mülheim an der Ruhr:

  • Broschüre „Fit für die Ausbildung“
  • Live – Berufsorientierung vor Ort

Kreis Recklinghausen:

  • Sprachmittlerpool des KI. Hier sind ehrenamtliche Laien-Sprachmittler, die i. d. R. einen Migrationshintergrund haben, in bestimmten Situationen als Sprachmittler tätig.
Koordination/Schnittstellenmanagement

Koordination/Schnittstellenmanagement

Beratung

Beratung

Dolmetscherpool/Materialienpool

Dolmetscherpool/Materialienpool

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